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Stadt, Land, Garten
30. März - 29. Oktober 2017

Eine Ausstellung zur Kulturgeschichte des Nutzgartens

Herbst

Ein Schwarzweißfoto zeigt eine Hand voll Frauen, die unter freiem Himmel Kraut schneiden.

Erntezeit


Eine gute und reichhaltige Ernte freut den Gärtner, doch gleichzeitig nimmt sie auch viel Zeit in Anspruch. Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, muss auf einmal eine große Menge geerntet werden. Alles was nicht direkt verzehrt wird, muss zeitnah eingelagert bzw. konserviert werden, damit die Erträge auch im Winter zur Verfügung stehen. Zum Haltbarmachen gibt es verschiedene Methoden wie das Einkochen zu Kompott oder Marmelade, Einlegen, Dörren usw., heute auch das Einfrieren, das die Vorratshaltung erleichtert.

Düngen

 
Sind die Beete abgeerntet, wird der Boden umgegraben. Nun ist die beste Zeit, den Boden wieder mit Nährstoffen zu versorgen. Zur Düngung wird häufig Stallmist empfohlen. „Unter den mannigfaltigen Düngmitteln, welche theils aus dem Thierreiche, theils aus dem Pflanzenreiche hervorgehen, verdient im Allgemeinen der Rindviehdünger, besonders im verwesten Zustand, den ersten Platz.“ (Henriette Davidis: Der Küchen- und Blumen-Garten für die Hausfrauen. Iserlohn 1877, S. 11)

Ein Schwarzweißfoto zeigt zwei Frauen, die Komposterde sieben.

Oft dient auch Komposterde als natürliches Düngemittel. Auf den Komposthaufen kommen Gartenabfälle – natürlich keine, die Samen enthalten – und pflanzliche Reste aus der Küche. Die Kompostierung ist ein biologischer Prozess, bei dem organisches Material unter Einfluss von Sauerstoff und Mikroorganismen abgebaut wird. Aus den organischen Stoffen entsteht die Komposterde. Der Zersetzungsprozess erzeugt Wärme, die wiederum den Prozess unterstützt. Je nach Ausgangsmaterial dauert es etwa ein Jahr, bis der Kompost als „reif“ gilt und nach Siebung in den Gartenboden eingearbeitet werden kann. „Es gibt kein besseres Mittel, um armen Boden schnell mit dem notwendigen Humus zu versehen, oder den Setzlingen und Aussaaten ein gutes Wurzelbeet zu bereiten." (Fritz Saftenberg: Der praktische Gemüsegärtner. Reutlingen 1927, S. 72)

Ein altes, gemaltes Bild zeigt einen blühenden Apfelbaumzweig, an dessen Ende ein reifer Apfel hängt.

Rezepte für den Herbst


Apfelpfannkuchen

  • 300 g Mehl
  • ½ l Bier
  • 50 g Zucker
  • 4 EL Öl
  • Salz
  • 4 große Äpfel
  • Fett zum Backen
  • 1 Becher saure Sahne

Mehl, Zucker, 1 Prise Salz vermischen, Bier und Öl dazugießen und verrühren. 30 Minuten ruhen lassen. Äpfel im Ganzen schälen, Kerngehäuse entfernen und in Ringe schneiden. In die heiße gefettete Pfanne eine Kelle Teig geben, Apfelscheiben darauf verteilen. Den Pfannkuchen von beiden Seiten backen, mit Zucker bestreuen und mit einem Klecks saurer Sahne servieren.

Ein altes, gemaltes Bild zeigt eine blühende Kartoffelpflanze, an deren Wurzeln zwei Kartoffeln gewachsen sind.

Eifeler Scholes

  • 1,5 kg Kartoffeln
  • 3 Brötchen
  • 50 g durchwachsener Speck
  • 1 kleine Zwiebel
  • 4 Eier
  • Salz und Pfeffer

Die Kartoffeln und die Zwiebel schälen und reiben und mit dem gewürfelten, ausgebratenen Speck, den eingeweichten, ausgedrückten Brötchen, und den Eiern vermengen. Diese Masse in eine gebutterte Form füllen und 90 Minuten im Ofen goldgelb backen.