Rheinisches Landesmuseum für Industrie- und Sozialgeschichte

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Kindergeburtstage
Als erstes heißt es: Umziehen. Denn mit der richtigen Arbeitskleidung geht die Arbeit gleich besser von der Hand. Bevor die Kinder ihre eigene Schere bearbeiten, schauen sie sich erst einmal in der Fabrik um. Wie war das mit dem Kohlenschüppen im Kesselhaus? Ob der Bockhammer wohl ausprobiert werden kann? Jetzt aber ran an die Arbeit: Zunächst gilt es, die Scherenhälften blank zu feilen. Dann müssen die Löcher für die Scherenschrauben gebohrt werden. Die Schere wird natürlich auch noch geschliffen und zusammengeschraubt. Zum Schluss darf die Schnittprobe nicht fehlen, schließlich muss die Schere auch schneiden.
Alter: ab 8 Jahren
Anzahl: max. 10 Kinder
Dauer: ca. 2 Stunden
Preis: 60 €
Wenn Sie Ihren "Geburtstagskaffee" in unserem Hause organisieren möchten, stellen wir Ihnen gerne den Raum dafür zur Verfügung.
In einem Rollenspiel reist ihr zurück in eine Zeit von mehr als 100 Jahren. Als Dienstboten der Unternehmerfamilie Hendrichs bereiten sie eine Teegesellschaft in der Fabrikantenvilla vor: Bekleidet mit weißen Schürzen bereiten die Kinder nach historischen Rezepten kleine Leckerbissen vor und decken dann den Tisch für die vornehmen Herrschaften. Anschließend schlüpfen sie in die Rolle der Gäste und verkleiden sich als feine Damen und Herren der Zeit um 1905. In schönen Kleidern üben sie sich in gutem Benehmen. Ob es immer klappt? Lustig wird es auf alle Fälle, obwohl die Etikette ja eigentlich das Kichern bei Tisch verbietet.
Alter: 8-11 Jahren
Anzahl: max. 10 Kinder
Dauer: 2 Stunden
Preis: 60 €
Sonderführung
Alle Sinne werden in der Fabrikhalle, in der zur Demonstration auch heute noch Scherenrohlinge produziert werden, angesprochen: Maschinen, Werkzeuge oder Produkte in verschiedenen Fertigungsstufen stehen nicht hinter Glas, viele Funktionsweisen können auf diese Weise ertastet werden. Der Lärm der Fallhämmer und der ölig-rußige Geruch in den Hallen tun ein weiteres, um die Fabrik und ihre Atmosphäre Gestalt annehmen zu lassen.
Die Museumsführung wurde in Zusammenarbeit mit Blindenorganisationen entwickelt: Als Vorbereitung auf den Rundgang kann die Entstehung einer Schere ertastet und der Gebäudegrundriss über einen Reliefplan nachvollzogen werden.
Anzahl: Gruppen bis zu 10 Personen (plus Begleitung)
Dauer: 1,5 - 2 Stunden
Preis: 40 €
Industriehistorische Exkursion:
Die dezentrale Struktur der traditionellen Schneidwarenfertigung hat in der Solinger Stadtlandschaft eine Fülle von Spuren hinterlassen. Bei dem Rundgang werden u.a. die ins Museum überführten heimgewerblichen Werkstätten an ihren ursprünglichen Standorten aufgesucht. Die Exkursion lässt sich mit Hilfe des Industriewanderführers „Rund um die Gesenkschmiede Hendrichs" (Köln 1999, 11,50 €) in eigener Regie übernehmen.
Alter: 9. - 13. Klasse
Dauer: 1,5 - 2 Stunden
Weitere industriehistorische Exkursionen bzw. Industriekulturführer auf Anfrage!
Weitere Angebote und Materialien
Die Spielerinnen und Spieler werden zu Unternehmern, die einen Schmiedebetrieb aufbauen und hierzu neben Kapital auch Arbeitskräfte, Maschinen und Rohmaterial beschaffen müssen. Als Spielplan dient der Grundriss der Gesenkschmiede Hendrichs. Das Spiel kann in Verbindung mit einem Museumsbesuch oder allein in der Schule eingesetzt werden.
Alter: 7. -13. Klasse und
Gruppen ab 12 Jahren
Dauer: 1,5 - 2 Stunden
Die Rallyes ("Herstellung einer Schere/Geschichte der Firma Hendrichs", „Sozialgeschichte/Frauenarbeit", "Vom Handwerk zur Fabrik/Weltmarkt", "Villa Hendrichs: Innenansichten der bürgerlichen Lebenswelt") werden zur selbstständigen Erkundung oder Nachbereitung einer Führung eingesetzt. Der Aufbau der Rallyes orientiert sich an den gleichnamigen thematischen Rundgängen. Aus dem umfangreichen Fragenkatalog kann vorab eine Auswahl getroffen werden. Kopiervorlagen werden kostenlos zur Verfügung gestellt.
Alter: 9. -13. Klasse
Dauer: 2 Stunden
Diese museumspädagogischen Arbeitsmaterialien wurden vornehmlich für die Primarstufe entwickelt, sind jedoch auch in Klassen der Sekundarstufe und in Sonderschulen einsetzbar. Sie stellen die museumspädagogische Konzeption und konkrete Arbeitsmöglichkeiten für Schulklassen im LVR-Industriemuseum am Schauplatz Solingen vor.
(Köln 1994, 8 €, zur Zeit vergriffen)
Die museumspädagogischen Arbeitsmaterialien richten sich an die Jahrgangsstufen 9-13. Am Beispiel der Entwicklung des Schmiedens wird der Übergang vom Handwerk zur Fabrikindustrie deutlich. Die Quellen- und Bildmaterialien können sowohl vollständig als auch in Auszügen eingesetzt und nahezu beliebig kombiniert werden.
Köln 1989, 6 €
Die Sammlung thematisiert die historische Entwicklung vom Handwerk zur Fabrik in der Solinger Stahlwarenindustrie im Rahmen des technischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Wandels. Sie umfasst die Zeitspanne vom 15. Jahrhundert bis zum Ersten Weltkrieg; der Schwerpunkt liegt im 19. Jahrhundert. Ein darstellender Teil gibt einen Überblick über die Solinger Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der jeweiligen Zeitabschnitte.
Solingen 2003, 10 €
Das Museum verfügt über einen großen museumspädagogischen Arbeitsraum, der nach Anfrage genutzt werden kann. Auf Wunsch stellen wir Overheadprojektor, Diaprojektor oder dergleichen bereit. In Absprache lassen sich auch andere Bereiche des Museums für museumspädagogische Zwecke nutzen. Darüber hinaus gibt es im Außenbereich an mehreren Stellen Möglichkeiten, sich als Gruppe zu versammeln.
Im Filmraum befindet sich eine kleine Handbibliothek, die auch Schülerinnen und Schülern zugänglich ist. Einschlägige Fachliteratur zur Solinger Sozial- und Industriegeschichte sowie die Publikationen des Museums stehen vor Ort etwa als Einstiegslektüre für Facharbeiten zur Verfügung. Darüber hinaus verfügt das Museum über eine umfangreiche Handbibliothek, in der nach Vereinbarung gearbeitet werden kann.