Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

LVR-Industriemuseum

 Rheinisches Landesmuseum für Industrie- und Sozialgeschichte

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Industriekultur dingfest gemacht

Die Sammlung des LVR-Industriemuseums


Außenaufnahme vom Oberhausener Peter-Behrens-BauVon der Arbeitsjacke bis zum Zinkengel, von der Antriebswelle bis zur Zeitschaltuhr – die Sammlung des LVR-Industriemuseums hält eine erstaunliche Fülle von Objekten bereit. Weit über 300.000 Exponate lagern im zentralen Museumsdepot, das im ehemaligen Hauptlagerhaus der Gutehoffnungshütte in Oberhausen untergebracht ist. Sie alle erzählen unzählige Geschichten von Leben und Arbeit im Industriezeitalter und dokumentieren zugleich wichtige Aspekte der rheinischen Industrie- und Sozialgeschichte vom späten 18. Jahrhundert bis heute.

Blick in die SammlungAm Anfang allen Sammelns stand die Übernahme stillgelegter Fabrikanlagen und ihres Inventars. Sie vermitteln als die größten und wichtigsten Exponate exemplarisch die Geschichte der rheinischen Textil- und Schwerindustrie sowie Metall- und Papierverarbeitung. Dem entspricht die thematische Struktur der Sammlung, die die frühere Arbeits- und Lebenswelt rund um die ausgewählten Fabriken dingfest macht: mit historischen Schneidwaren wie Taschenmessern und Scheren, Maschinen zur Be- und Verarbeitung von Baumwolle und Wolle, Kleidung und Wolltuchen, Objekten aus Papier, Karton und Pappe, Wasserturbinen und Schmiedehämmern sowie beeindruckenden Großexponaten aus der Montanindustrie.

Blick in die TextilsammlungDaneben gibt es umfangreiche Objektbestände, die über diese branchenspezifischen Sammlungen hinausweisen und sie zugleich ergänzen. Innerhalb des LVR-Industriemuseums bilden einige dieser Bestände eigenständige Spezialsammlungen, die die regionale, bisweilen auch überregionale Industrie- und Alltagskultur insgesamt überliefern. Zu ihnen zählen

die Textilsammlung, die zum größten Teil aus Alltagskleidern vom späten 18. Jahrhundert bis heute besteht,

– die Sammlung zur Papierherstellung und –verwendung – vom Hygienepapier über Gebrauchsanweisungen und Werbekataloge bis zu Sargbeschlägen aus Pappe –, die als eine der größten und facettenreichsten Sammlungen in Deutschland gilt,

die Fotosammlung, die neben dem Bestand junger Fotografie mit über fünfzig Bildserien namhafter Fotografen aus den letzten vierzig Jahren weit über hunderttausend historische Fotografien umfasst

und schließlich die Sammlung von Dingen der Alltagskultur – vom Büffetschrank über den Kinderwagen bis zur Wäschemangel –, die einen vertiefenden Blick in die gesellschaftlichen Veränderungen und Lebensstile der Menschen seit Beginn der Industrialisierung erlaubt.

 

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Kooperationspartner:

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