Rheinisches Landesmuseum für Industrie- und Sozialgeschichte

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Sechs Schauplätze, ein Museum – dieser Slogan beschreibt treffend die außergewöhnliche Struktur, das Konzept dieses in Europa einmaligen Museums. Sechs denkmalgeschützte, zum Teil komplett erhaltene Fabriken an authentischen Schauplätzen in Oberhausen, Ratingen, Solingen, Bergisch Gladbach, Engelskirchen und Euskirchen bilden das LVR-Industriemuseum.
Die Fabrik, zentrales Exponat im Museumskonzept, wird als eine wichtige technische, räumliche und soziale Institution begriffen, die auch ihr ganzes weiteres Umfeld bestimmt hat. Der enge Zusammenhang von Industriedenkmal und vergangener Arbeitswelt am ursprünglichen Ort kennzeichnet das LVR-Industriemuseum und grenzt es ab vom Typus des Freilichtmuseums, von ähnlichen Museen wie dem Mannheimer Museum für Technik und Arbeit oder dem Hamburger Museum der Arbeit.
Das LVR-Industriemuseum trägt den Untertitel "Landesmuseum für Industrie- und Sozialgeschichte": damit stellt es technik-, gesellschafts- und sozialgeschichtliche Aspekte der Lebens- und Arbeitswelt im Industriezeitalter des Rheinlandes in das Zentrum der musealen Präsentation. Dieser inhaltliche Schwerpunkt unterscheidet das Industriemuseum auch von technikhistorischen Museen wie dem Deutschen Museum in München oder dem Deutschen Technikmuseum in Berlin.
Textil, Metall, Papier und Elektrizität gelten als charakteristische Industriezweige der rheinischen Industrielandschaft, und sie bilden den inhaltlichen Kern der sechs Museen. Zusammen mit den acht Standorten des LWL-Industriemuseums des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bildet das LVR-Industriemuseum mit seinen eindrucksvollen Dauerausstellungen die wichtigsten Industriebranchen und die verschiedenen Stufen der industriellen Entwicklung in Nordrhein-Westfalen ab.