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2. Cromford-Gespräch

Sonntag, 16. Juni 2019, 11:00 - 13:00 Uhr

Krimi und Kleidung – eine kulturgeschichtliche Reise in die 1960er Jahre
Bildausschnitt eines Schwarz-Weiß-Krimis: Frau mit Bubikopf-Frisur versteckt sich hinter einem Vorhang und zielt mit einer Pistole Zwar wird das Jahr 1968 meist als kulturelle und politische Zäsur diskutiert, doch wenn man auf populärkulturelle Produkte des gesamten Jahrzehnts schaut, entdeckt man, wie einerseits schon vor 1968 Erneuerungstendenzen aus dem biederen Korsett der Adenauer-Zeit herausführten und andererseits die Errungenschaften der „68er“ schnell in der Populärkultur eingearbeitet wurden. In kaum einer historischen Materiallinie kann man diese Phänomene besser betrachten als in der Entwicklung der Kino- und Fernsehkrimis zwischen 1960 und 1970. Nicht nur, dass Kriminalfilme sich in dieser Zeit durch ihre immense Popularität zu einem grundlegenden Reflexionsmittel der bundesdeutschen Gegenwart entwickelten, sie beeinflussten durch die Präsentation von neuen Körperbildern und Modeströmungen auch das (Selbst-)Bewusstsein vieler BürgerInnen. Der Filmwissenschaftler Peter Ellenbruch zeigt anhand von vielen Filmausschnitten, wie die Mischungen aus Kriminalerzählung und Körper-/Modepräsentation die Entwicklungen der 1960er Jahre erlebbar machen – und wie die Krimis damit auch zur Konsolidierung Bundesrepublik beigetragen haben.

Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung "Mode 68. Mini, sexy, provokant". Infos zur Ausstellung auf www.mode68.lvr.de.

3 € inkl. Imbiss

Keine Anmeldung erforderlich

Besucheranschrift:
LVR-Industriemuseum Schauplatz Ratingen

Cromforder Allee 24
40878 Ratingen

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