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Blick in die Textilsammlung im Museumsdepot mit zahlreichen Kleidungsstücken in Regalen

Modegrafik von Ilse Naumann

1930er Jahre

Skizze einer Dame im blauen Kleid Bild vergrößern

Modegrafik von Ilse Naumann, Entwurfszeichnung Bleistift mit Aquarell auf Pergamentpapier, Berlin 1930er Jahre, 25x18 cm, Inv. Nr. RA 11/76

Über das Leben der Modezeichnerin und Kostümbildnerin Ilse Naumann (1905-1983) ist heute wenig bekannt. Nur ihre Kostümentwürfe und einige wenige persönliche Fotografien und Notizen der in Berlin geborenen Künstlerin geben uns Auskunft über ihr künstlerisches Schaffen und lassen ihre einstige Bekanntheit in den 1930er und 1940er Jahren erkennen. Aus dieser Zeit konnte das Museum 2010 einen Bestand von 30 Modezeichnungen von Ilse Naumann erwerben.


Die stilistische Nähe ihrer Arbeiten zur Reimann-Schule und eine Fotografie, die Ilse Naumann während einer der beliebten Kostümbälle der Reimann-Schule zeigt, lassen darauf schließen, dass sie ihre Ausbildung zur Modezeichnerin und Kostümbildnerin an eben dieser privaten Kunst- und Kunstgewerbeschule in Berlin-Schöneberg absolviert hat.

In den 1930er und 1940er Jahren war Ilse Naumann eine gefragte Kostümbildnerin und entwarf unter anderem die Kostüme für Grete Weiser in „Die göttliche Jette“ (1937), für Heinz Rühmann in „Nanu, Sie kennen Korff noch nicht?“ (1938) und für Olga Tschechowa in „Ich verweigere die Aussage“ (1939). Sie kleideten auch andere berühmte Darstellerinnen und Darsteller der Zeit ein, wie etwa Hilde Körber, Kitty Jantzen, Marianne Hoppe, Viktor de Kowa, Marie Luise Claudius, Fita Benkhoff oder Tatjana Sais.


1983 starb die einst erfolgreiche Kostümbildnerin völlig verarmt und fast vergessen in Berlin Neukölln und sie hinterließ über 500 Entwürfe. Ein Berliner Kunsthändler hat ihren Nachlass übernommen und diesen 1986 bei einer Ausstellung im Steglitzer Kaufhaus Wertheim zum Verkauf angeboten: Heute sind die Entwürfe weit verstreut und nur schwer auffindbar.



Weitere Informationen zum Projekt „Glanz und Grauen“

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