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Blick in die Textilsammlung im Museumsdepot mit zahlreichen Kleidungsstücken in Regalen

Schwarzes Abendkleid

1935 - 1940

Schwarzes Abendkleid aus Seidenchiffon aus den späten 1930er Jahren Bild vergrößern

Schwarzes Abendkleid, 1935 - 1940, Seidenchiffon, 150 x 120 cm, Inv. Nr.: ra 05/485

Leichter Ausschnitt, eng anliegendes Mieder und weit ausgestellter, bodenlanger Rock: Das schwarze Abendkleid bezieht sich in der Machart auf Filmkleider aus Hollywood.


Das Kleid besteht aus einem leichten schwarzen Seidenchiffon, der mit kleinen pink- und dunkelblaufarbenen Blumensträußen gesprenkelt ist. Das Mieder ist teils mit Biesen verziert und die ellbogenlangen Ärmel leicht gepufft genäht.


Dieses Kleid ist ein Beispiel für die Hinwendung der Mode zur Weiblichkeit und Romantisierung und damit weg von dem jungenhaften bzw. androgynen Äußeren der Frauen aus den 1920er Jahren. Die Taille der Kleider wanderte von der Hüfte wieder an die ursprüngliche Stelle der Frau.


Durch diese Schnitte betonten Modemacher wieder die weiblichen Vorzüge und zeigten die sanften Kurven des femininen Körpers. Die leichten und fließenden Stoffe waren meist durchsichtig, daher wurden Unterkleider darunter getragen. Hinzu kamen Mieder aus elastischem Material, um dem Oberkörper eine ideale Form zu geben. Der weitausgestellten Effekt des Rockteils wurden durch mehrlagige Unterröcke erzielt.


Beliebt wurde diese Form ab Mitte der 1930er Jahre und gilt als Vorläufer der „Walzerkleider“, deren untere Rockteile sogar zum Teil kreisförmig geschnitten waren, also eine große Menge Stoff aufwiesen. Ab 1939 wurde dieser Romantizismus in der Abendmode der Frau durch schmalere, eng anliegende Roben wieder abgelöst, hervorgerufen durch den kriegsbedingten Stoffmangel, aber auch durch die Vorbilder in Paris.


Weitere Informationen zum Projekt "Glanz und Grauen"

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