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Blick in die Textilsammlung im Museumsdepot mit zahlreichen Kledungsstücken in Regalen

Brosche mit Scotchterrier

1930er Jahre

Brosche in Form eines Hundes vor einer Hundehütte Bild vergrößern

Brosche mit Scotchterrier vor Hundehütte, 1930er Jahre, Silber mit Markasiten (Pyrit) besetzt, Elfenbein, 3,50 x 4,00 x 2,50 cm, Inv. Nr.: ra07/301

Der Scotchterrier war zum Modehund der 1920er bis 1940er Jahre für die moderne Städterin avanciert. Man findet ihn auf Modegrafiken und –zeitschriften, er schmückt Puderdosen, Handtaschen und Schmuckstücke der Zeit.


Der Comic „Tim und Struppi“, ab 1929 von dem Belgier Hergé gezeichnet, und die amerikanische Filmserie „Thin Man“ nach dem Roman von Dashiell Hammett von 1934 hatten ihn populär gemacht. Weltweit wurde der Scotchterrier immer beliebter und setzte sich vor allem als Begleiter für die moderne Frau durch. Sein freches Wesen und die eher geringe Größe passten zum Bild der jungen Großstadtfrau. So war er beliebtes Motiv von Modefotografen und in -journalen, tauchte auf modischen Accessoires und auch Mobiliar auf.


Die Brosche ist ein ganz typisches und schönes Beispiel für die Verwendung dieses Hundemotivs auf Modeschmuck. Der Schmuck ist in den beliebten Materialien der Zeit gearbeitet. Die Hundehütte besteht aus Silber und ist mit Markasiten besetzt, davor steht der Hund aus Elfenbein in aufmerksamer, wacher Haltung.


In den 1930er Jahren ist das Terrier-Motiv auch in Deutschland überall zu finden. Der von den Nazis propagierte Deutsche Schäferhund ist dagegen im Bereich der Mode nicht präsent. Vielmehr hat sich hier der internationale Geschmack durchgesetzt.


Weitere Informationen zum Ausstellungsprojekt "Glanz und Grauen - Mode im 'Dritten Reich'"

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