Logo LVR - Qualität für Menschen
Nahaufnahme eines Stapels Zeitungen

Neue Museumspädagogin startet im LVR-Industriemuseum

Programme für Schulklassen, Teilerweiterung der Ausstellungsfläche sowie Modernisierung des Turbinenkellers sind kommende Projekte

1. Juli 2016

Engelskirchen. Im LVR-Industriemuseum Kraftwerk Ermen & Engels tut sich etwas – mit Sonja Nanko, der neuen Wissenschaftlichen Referentin, ist das Team nun wieder komplett. Zum 1. Juli 2016 hat die gebürtige Rheinländerin die Stelle angetreten. Schwerpunkt ihrer Tätigkeit wird die Vermittlungsarbeit sein, zum Beispiel die Konzeption von Programmen für Kinder und Erwachsene.


Ihr Profil

Mit Sonja Nanko gewinnt der Landschaftsverband Rheinland eine Person, die einschlägige Erfahrungen im Museumsfach mitbringt: Durch ihre Tätigkeit im Städtischen Museum Schloss Rheydt kennt sie die Besonderheiten eines technik- und industriehistorischen Museums. Dort hat sie Textilgeschichte als Teil der Stadtgeschichte in einer neuen Dauerausstellung umgesetzt und ist seither mit textilen Themen, die in der ehemaligen Baumwollspinnerei Ermen & Engels vor allem in den Sonderausstellungen eine zentrale Rolle spielen, bestens vertraut.


Während der letzten sechs Jahre zeichnete Frau Nanko für die Leitung des Schulmuseums Friedrichshafen am Bodensee verantwortlich und hat dort die Modernisierung und Professionalisierung des vormals ehrenamtlich geleiteten Museums auf den Weg gebracht. Sie kann auf vielfältige Erfahrungen in den unterschiedlichen Feldern der Museumsarbeit verweisen: Ausstellungen kuratieren, Vermittlungskonzepte erstellen, neue Veranstaltungsprogramme entwickeln und umsetzen sowie die begleitende Öffentlichkeitsarbeit durchführen.


Als Vertretungslehrerin an einer Förderschule am Niederrhein hat Frau Nanko zusätzlich Erfahrungen in der didaktischen Vermittlungsarbeit gesammelt, die sie bei der anstehenden Konzeption und Umsetzung neuer Angebote für Schulklassen einfließen lassen wird.


Stromwerkstatt

Erstes Projekt der neuen Museumspädagogin ist die „Stromwerkstatt“, die von der Gemeinde Engelskirchen und dem LVR-Industriemuseum Kraftwerk Ermen & Engels gemeinsam geplant und realisiert wird. Schulklassen sowie Familien werden in der Werkstatt mit unterschiedlichen Mitmach- und Experimentierstationen die Themen Energiegewinnung, Bedeutung von Strom sowie Energiewende erkunden. Damit greifen die beteiligten Partner ein hochaktuelles Thema auf, das vor allem im Rahmen der MINT-Fächer auch in den Schulen von großer Bedeutung ist.


Vision 2020 in Engelskirchen

Im Kraftwerk Ermen & Engels steht für die Wintersaison ein weiterer Schritt des Modernisierungsplans des LVR-Industriemuseums an. Unter dem Titel "Vision 2020" setzt das Museum eine Reihe von erneuernden Maßnahmen an seinen sieben Schauplätzen um. In Engelskirchen wird in diesem Zuge die Sonderausstellungsfläche nochmals vergrößert, um auch zukünftig neue und attraktive Wechselausstellungen gut präsentieren zu können. Dabei werden immer wieder Themen gezeigt werden, die den textilen Schwerpunkt des Schauplatzes unterstreichen.


Auch der „Turbinenkeller“ der ständigen Ausstellung steht im Rahmen der Vision 2020 im Fokus. Ergänzend zur „Stromwerkstatt“ werden die Besucher zukünftig an neuen Mitmachstationen die für das Kraftwerk zentralen Themen der Energiegewinnung durch Wasserkraft eigenständig entdecken können. Zusätzlich wird ein direkter Zugang für mobilitätseingeschränkte Besucher geschaffen, so dass der Turbinenkeller für alle Interessierten erlebbar wird.


Aktuelle Ausstellung „Glanz und Grauen“

Anknüpfend an die textilhistorische Vergangenheit des Kraftwerks Ermen & Engels läuft derzeit noch bis zum 30. Oktober 2016 die Ausstellung „Glanz und Grauen – Mode im ‚Dritten Reich‘“, die über 100 Originalkostüme und Fotos, Modegrafiken, Zeitschriften, Kinderbücher und Spielzeug zwischen 1933 und 1945 zeigt. Die Ausstellung stellt dar, wie Mode und Kleidung während des Nationalsozialismus aussahen und zeichnet die ideologisch-politischen Dimensionen von Kleidung in dieser Zeit nach.


Nacht der Schmiedefeuer

Als nächste Veranstaltung lockt das Kraftwerk Ermen & Engels mit der „Nacht der Schmiedefeuer“. Rot glühendes Eisen im Feuer und sprühende Funken in der Dunkelheit, dazu das rhythmische Klingen des Schmiedehammers in der Dämmerung – all das verleiht dem Schmieden bei Nacht einen besonderen Reiz. Diese einmalige Atmosphäre kann man bei der „Nacht der Schmiedefeuer“ am Freitag, den 5. August 2016 erleben. Von 19 bis 22 Uhr brennen gleich in drei bergischen Museen die Schmiedefeuer: im Oelchenshammer des LVR-Industriemuseums, im Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer in Leverkusen-Schlebusch sowie im Stellershammer der Firma Leppe Edelstahl in Lindlar.



LVR-Industriemuseum

Kraftwerk Ermen & Engels

Engelsplatz 2

51766 Engelskirchen



Besucherinformationen:

kulturinfo rheinland

Tel.: 02234 9921-555 (Mo–Fr 8–18 Uhr; Sa, So und an Feiertagen 10–15 Uhr)

Fax: 02234 9921-300

Mail:

Pressekontakt


Anette Gantenberg

Tel.: 0208 8579-124

Fax: 0208 8579-122

Hansastraße 18

46049 Oberhausen


Silke Krebbing

Tel.: 0208 8579-155

Fax: 0208 8579-122

Hansastraße 18

46049 Oberhausen