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Nahaufnahme eines Stapels Zeitungen

Museumspädagogin nimmt Arbeit auf

Neue Mitarbeiterin stärkt mit museumspädagogischen Angeboten künftig das LVR-Industriemuseum in Engelskirchen

1. März 2015

Engelskirchen. Unter dem Titel "Vision 2020" hat das LVR-Industriemuseum einen Modernisierungsplan für seine sieben Schauplätze im Rheinland entwickelt. Dieser Entwicklungsbeschluss reagiert auf die sich aktuell verändernden Erwartungen der Besucherinnen und Besucher an ein modernes und attraktives Museum, berücksichtigt aber auch die in den letzten Jahren immer knapper werdenden finanziellen und personellen Ressourcen im Museumsbetrieb. Für das Kraftwerk Ermen & Engels bedeutet dies unter Anderem, einen stärkeren Fokus auf große Sonderausstellungen sowie auf museumspädagogische Angebote zu legen. Hierbei unterstützt ab dem 1. März 2015 die neue Mitarbeiterin Nadine Höppner das Museumsteam.


Vision 2020 in Engelskirchen

Für Engelskirchen erfolgten durch die „Vision 2020“ bereits diverse Umstrukturierungen. Die Leitung des Museumsstandortes wurde den Mitarbeiterinnen des Schauplatzes Bergisch Gladbach übertragen und der Betrieb in einen Saisonbetrieb umgewandelt. Infolgedessen ist das Kraftwerk im Winter nur für angemeldete Gruppenführungen und monatliche öffentliche Führungen geöffnet.

Die Dauerausstellung wurde umgebaut und fokussiert seither das Thema Stromerzeugung aus Wasserkraft. Im Zuge des Umbaus wurde die Sonderausstellungsfläche deutlich erweitert und dadurch das Ausstellungsprogramm neu ausgerichtet. Die Sonderausstellungen zielen nun darauf ab, mit immer wieder neuen, attraktiven Themen Wiederholungsbesucher ins Museum zu ziehen und für mehr Besucher aus entfernteren Orten und unterschiedliche Zielgruppen ein interessanter Ausflugsort zu sein. In den Jahren 2013 und 2014 wurde diese Zielsetzung mit "Fashion-lights! Wie kommt die Mode in den Stoff?" und "Ist das möglich? Experimentier-Ausstellung für Kinder, Jugendliche und Familien" bereits erreicht. Das Thema Textilgeschichte wird in den kommenden Jahren immer wieder einen Schwerpunkt im Programm bilden. So wird das Museum der ursprünglichen Baumwollverarbeitung der früheren Fabrik Ermen & Engels mit wechselnden Aspekten immer wieder gerecht. Die kommende Schau "Dessous – 150 Jahre Kulturgeschichte der Unterwäsche“ widmet sich ab Anfang April dem historischen Wandel von Reiz und Scham.


Neue Mitarbeiterin für Museumspädagogik

Ein Museum lebt auch von Begleitveranstaltungen und museumspädagogischen Angeboten. Dieser bedeutende Vermittlungsbereich wird ab März 2015 mit der Einrichtung der Stelle einer Museumspädagogin im Kraftwerk Ermen & Engels gestärkt. Die neue Mitarbeiterin Nadine Höppner M.A., die am 1. März 2015 ihren Dienst in Engelskirchen aufnimmt, wird sich schwerpunktmäßig mit der Ausarbeitung und Organisation von Programmen für Kinder und Erwachsene befassen. Darüber hinaus wird sich Frau Höppner an dem Arbeitskreis beteiligen, der unter der Leitung der Gemeinde die Einrichtung einer "Stromwerkstatt" plant, in der sich Kinder, Jugendliche und Familien mit dem aktuellen Thema Energiewende auf experimentelle Weise auseinandersetzen können.


Ihr Profil

Mit Nadine Höppner gewinnt der Landschaftsverband Rheinland eine Person, die einschlägige Erfahrungen für die Arbeit in Engelskirchen mitbringt: Durch ihre Tätigkeit im Technoseum, dem Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim, sowie dem Tuchmacher Museum in Bramsche kennt sie die Erwartungen, die an technik- und industriehistorische Museen gestellt werden und ist auf die textilgeschichtlichen Themen in der ehemaligen Baumwollspinnerei Ermen & Engels bestens vorbereitet. Sie hat Ausstellungen kuratiert, Veranstaltungsprogramme organisiert und war für Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Das Tuchmacher Museum in Bramsche hat sie stellvertretend und zeitweise kommissarisch geleitet.



LVR-Industriemuseum

Kraftwerk Ermen & Engels

Engelsplatz 2

51766 Engelskirchen

www.industriemuseum.lvr.de



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