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Schwarz-weiß Aufnahme von gefalteten Zeitungen

Glückwunsch zum 10.000 Gast

LVR-Industriemuseum begrüßt in Ratingen 10.000. Besucherin der Sonderausstellung „Glanz und Grauen" und präsentiert neueste Forschungsergebnisse

22. Februar 2013

Ratingen. 21. Februar 2013. Die Überraschung war groß, als Evelin Theisen mit Mitgliedern des Düsseldorfer Medici Clubs ins LVR-Industriemuseum Ratingen kam, um sich die Sonderausstellung Glanz und Grauen. Mode im „Dritten Reich" anzuschauen: Sie wurde als 10.000ste Besucherin empfangen. Claudia Gottfried, Leiterin des Museumsschauplatzes, überreichte ihr zur Begrüßung einen Blumenstrauß. „Wir unternehmen von dem Club aus sehr viele kulturelle Aktivitäten und besuchen häufig Museen, wie auch die Textilfabrik Cromford. Aber das haben wir noch nicht erlebt", freute sich Evelin Theisen.


Die Ausstellung „Glanz und Grauen", die seit März 2012 gezeigt wird, stößt unvermindert auf großes Interesse. Und das nicht nur in der Ratinger Bürgerschaft, denn nach wie vor lockt sie auch viele überregionale Gäste ins Museum. Eine Besucherbefragung hat jüngst bestätigt, dass die Frage nach der Rolle von Mode und Alltagskleidung im nationalsozialistischen Deutschland auf große Resonanz stößt. Wöchentlich erreichen das Museum noch immer zahlreiche Bestellungen von Ausstellungskatalogen aus ganz Deutschland. Auch auf der facebook-Fanpage des Museums besteht reges Interesse an den Themen rund um die Ausstellung, die bereits jetzt zu den erfolgreichsten des Hauses gehört. Die Museumsleitung hat sich daher dazu entschlossen, die Schau bis zum 14. Juli 2013 zu verlängern.


Mit der Ausstellung hat das LVR-Industriemuseum erste Ergebnisse des dreijährigen Forschungsprojektes „Soziokulturelle Untersuchungen zur Mode und Bekleidung der 1930/40er Jahre" der Öffentlichkeit präsentiert. Parallel zur Laufzeit der Ausstellung ist die Forschung, die in Kooperation mit der Philipps-Universität Marburg durchgeführt und von der VolkswagenStiftung finanziell gefördert wird, weitergeführt worden. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem die Kleidungsstücke und Accessoires aus der umfangreichen Museumssammlung. Erfreulicherweise konnte der Bestand im letzten Jahr durch viele Schenkungen, insbesondere aus der Ratinger Bevölkerung, ergänzt werden. Auch zahlreiche Zeitzeugen haben mit Fotos und Erzählungen wichtige Informationen beigetragen, die sich über andere Quellen nicht erschließen, aber auch Anstöße zu weiteren Fragestellungen geben.


„Für die Uniformen der Hitlerjugend gab es genaue Vorschriften, welche Teile dazu gehörten und wie sie getragen werden sollte", erzählt Claudia Gottfried im Rahmen der aktuellen Forschungsarbeit. „Wie die Kinder und Jugendlichen tatsächlich im Alltag damit umgegangen sind, haben wir erst nach und nach herausgefunden. Nur die wenigsten hatten eine perfekte Uniform." Uniform und Alltagskleidung von Jugendlichen ist nur eines von vielen Themen, die nach Abschluss des Projektes in einer umfangreichen Publikation veröffentlicht werden.


Weitere Informationen unter

www.glanz-und-grauen.lvr.de.


„Glanz und Grauen – Mode im Dritten Reich" läuft noch bis zum 14. Juli 2013.


Buchungen von Führungen bei kulturinfo rheinland

Tel.: 02234 9921-555 (Mo-Fr 8-18 Uhr; Sa, So und an Feiertagen 10-15 Uhr)

Fax: 02234 9921-300

Mail: info@kulturinfo-rheinland.de


LVR-Industriemuseum

Textilfabrik Cromford

Cromforder Allee 24

40878 Ratingen

Pressefoto

Die Pressebilder dürfen nur zu Pressezwecken im Rahmen der aktuellen Berichterstattung im LVR-Industriemuseum genutzt werden. Eine gesonderte Verwendung der Fotos ist nicht erlaubt.

Blick in die Ausstellung „Glanz und Grauen

Blick in die Ausstellung „Glanz und Grauen", die bis zum

14. Juli 2013 verlängert wurde.

© LVR-Industriemuseum.

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