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Historische Panorama-Aufnahme des Krupp-Werks in schwarz-weiß

Deportiert ins Ghetto

Die Deportationen der Juden aus dem Rheinland im Herbst 1941 ins Ghetto Litzmannstadt (Łódź)

Wand mit eingerahmten Schwarz-Weiß-Portraits

Im Herbst 1941 verließen Transporte in Richtung Polen das Rheinland. Juden wurden aus dem gesamten Rheinland in das Ghetto von Litzmannstadt (Łódź) deportiert. Ein Teil der Deportierten starb im Ghetto, andere wurden bis 1944 in Vernichtungslager gebracht und ermordet oder fanden durch Zwangsarbeit den Tod.


Die Ausstellung folgte den Spuren der 3.014 deportierten jüdischen Frauen, Männer und Kinder, um die Anonymität der Opfer aufzuheben. Denn die Opfer haben – auch wenn ihnen das die Täter und Tatbeteiligten nehmen wollten – alle eine individuelle Biographie, die sich nachzeichnen lässt. Sie alle liebten und wurden geliebt, gingen zur Arbeit oder zur Schule, hatten Wünsche und Hoffnungen, als ihr Lebensweg im nationalsozialistischen Deutschen Reich abrupt und unumkehrbar verändert wurde. Sie erlebten seit 1933 die oft von Gewalt begleiteten antisemitischen Diskriminierungen am eigenen Leibe, litten unter Entrechtung, Isolierung und Ausplünderung, die den Deportationen den Weg bereiten.


Die Deportationen – am 22. und 30. Oktober über Köln-Deutz-Tief und am 27. Oktober 1941 über Düsseldorf-Derendorf – waren zugleich der Beginn der systematischen Verschleppung der jüdischen Bevölkerung aus dem Gebiet des Deutschen Reiches in die Ghettos und Lager des besetzten Mittel- und Osteuropas. Sie bildeten den Auftakt des Holocaust.


Nur 36 Personen überlebten das Kriegsende dauerhaft. Zu den Deportierten, an die die Ausstellung erinnert, gehörten auch jüdische Bürger aus Oberhausen.


Die Ausstellung wurde erstellt vom Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten und –Erinnerungsorte in NRW und erarbeitet von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf und dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln in Kooperation mit dem Staatlichen Archiv Łódź. Das LVR-Industriemuseum zeigte die Ausstellung in Kooperation mit der Gedenkhalle Oberhausen.



Ausstellungslaufzeit: 14. April 2013 – 23. Juni 2013



LVR-Industriemuseum

Galerie der Zinkfabrik Altenberg

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46049 Oberhausen

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