Tuchfabrik Müller: Grafik zeigt stilisiertes Sakko, Weberschiffchen und Wollfäden

Angebote für Schulklassen

Aufenthalt und Programme

Kinder beim filzen im Museumsgästehaus

Während des erlebnisreichen Aufenthalts entdecken Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren eine fast unverändert gebliebene Wolltuchfabrik aus vergangener Zeit. Vorführerinnen und Vorführer erwecken die Fabrik zu neuem Leben, die alten Maschinen laufen und produzieren wieder. Museumsgäste erleben live, wie aus der losen Wolle Tuch entsteht.

Vielfältige museumspädagogische Projektangebote fördern selbsttätiges Lernen, ermuntern zum Mitmachen und zum eigenständigen Tun: Selber kardieren, spinnen, weben und färben lassen. Handgreiflich erfahren, wie in vorindustrieller Zeit Tuche hergestellt wurden.


Die Erkundung der Tuchfabrik verdeutlicht die Unterschiede zwischen handwerklicher und industrieller Produktion von Tuchen ebenso wie die Tatsache, wie viel Arbeit in unserer Kleidung steckt. Die auf 3 – 5 Tage angelegten Projekte geben ausreichend Zeit zum stressfreien, Erkenntnis orientierten und nachhaltigen Arbeiten. Einblicke in die industrielle Arbeitswelt werden ergänzt durch sinnlich-unmittelbare Erfahrung und durch praktisches Tun. Die Selbstversorgung im Museumsgästehaus fördert die Übernahme von Verantwortung und die Weiterentwicklung sozialer Kompetenz. In der Regel wird nur eine Schulklasse aufgenommen, es bleibt viel Raum für die Entfaltung in Gruppen- und Teamarbeit.

Programme


1. Unser Klassiker: Der Wolle auf der Spur

Wolle kardieren, spinnen, weben und färben macht handgreiflich erfahrbar, wie in vorindustrieller Zeit

Tuche hergestellt wurden. Anschauen, Fühlen und Bestimmen textiler Fasern sowie Kennenlernen

verschiedener Verarbeitungstechniken von Wolle vermitteln „Feingefühl“ im Umgang mit den Dingen.


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2. Wasser, Energie, Dampf

Die Nutzung von Wasser zur Energieerzeugung und beim Färben, Waschen und Walken der Wolle/ Tuche in der Fabrik samt der damit verbundenen ökologischen Probleme sind Themen dieses Programms. Im praktischen Teil sind die Kinder und Jugendlichen als „Natur-Forscher" unterwegs und lernen das Leben im und am Bach kennen. Uferpflanzen und dem Bach entnommenes Wasser samt Kleinstlebewesen werden untersucht und mit Hilfe von Abbildungen bestimmt. Ausgewählte Tiere können gezeichnet werden. Der sorgsame Umgang mit Pflanzen und Tieren wird vermittelt. Beim Betreiben der Modelldampfmaschinen und der an eine kleine Transmission angeschlossenen Werkzeugmaschinen erschließt sich spielerisch die Erzeugung von Dampfkraft und ihre Nutzung. Es wird mit Pflanzenfarben gefärbt und beim Filzen/Walken handgreiflich erfahrbar, wie aus Wasser, Wärme und Lauge ein verdichtetes Wollprodukt entsteht. Möglich ist auch der Bau eines kleinen Wasserrades. Am Ende kann der Aufbau eines „Wassermuseums" und die Präsentation der gesammelten Erfahrungen und Produkte stehen.


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3. Von der Motte zum Museum

Anknüpfend an den archäologischen Befund einer Motte als Vorgängerin der Burg werden verschiedene Themen angeboten, an Hand derer die Schülerinnen und Schüler ausschnitthaft das Mittelalter und die Zeit der Industrialisierung erforschen und mit ihren eigenen Erfahrungen vergleichen können. An wahlweise 5 verschiedenen Themen (Wohnen, Arbeit, Essen/ Kochen, Kleidung, Schreiben) erfahren sie durch Sachquellen und zusätzliche Informationen etwas über das Leben der Menschen im Mittelalter und wie sehr sich die Lebensumstände durch die Industrialisierung verändert haben. Praktisches Forschen, Ausprobieren, Nachbauen und Nachspielen in „Werkstätten" stehen im Mittelpunkt der erlebnisorientierten und motivierenden Beschäftigung mit den jeweiligen geschichtlichen Epochen. Ihre Ergebnisse dokumentieren die Kinder in einem Forschungstagebuch. Bei ausreichend Zeit können die Gruppenergebnisse als Ausstellung präsentiert werden.


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4. Die zweite Haut: Kleidung im Wandel

In einem historischen Abriss soll den Schülerinnen und Schülern ein Bewusstsein für die eigene Kleidung und die Entwicklung der Kleidung vom reinen Schutz- zum Designobjekt vermittelt werden. Durch Anfassen und Anprobieren historischer (nachgeschneiderter) Kleidung wird das Thema auch Methode/Mittel zur differenzierten körperlichen Selbstwahrnehmung. Sinnlich erfahrbar wird, wie unmittelbar Kleidung schützt, einschränkt, befreit, Haltung oder gesellschaftliche Unterschiede ausdrückt. Nach einer Einführung in die Dauerausstellung (das Material „begreifen") lernen die Jugendlichen in der Tuchfabrik den Weg der Wolle bis zum fertigen Tuch kennen. Im praktischen Teil werden das Filzen eines Hutes nach historischem Vorbild und ein aus eigener Phantasie entwickelter Entwurf entweder „Mein Traum von Kleidung" (Zeichnung/Kollage mit unterschiedlichen Materialien) bzw. alternativ der „Kleidung der Zukunft" (futuristisches Kleidungsstück auf der Grundlage eines Einweg-Overalls) angeboten. Alle Programmeinheiten dauern jeweils circa zwei Stunden und finden vormittags und nachmittags statt. Sie beginnen am Nachmittag des Anreisetages, der Abreisetag ist ohne Programm – wenn nicht anders vereinbart.


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5. Museumskoffer

Materialien zum Befühlen und Spielen (Memory/Puzzle/Playmobil) rund um die Frage: Woraus ist unsere Kleidung gemacht und wie und wo wird sie hergestellt?


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6. Schwarzlichttheater

Selbsterdachte Szenen, z.B. über die zuvor besichtigte Tuchfabrik, werden im Schwarzlicht mit leuchtfarbenen Garnen, Stoffen und anderen Utensilien zu einer kleinen Aufführung gebracht.


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7. Zum Wegwerfen viel zu schade

Mit Druck und Stempeln T-Shirt, Jeans und Co neu gestalten und Einiges über Textilproduktion weltweit erfahren.


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Preise und Ausstattung

Ausstattung

  • völlig barrierefrei
  • zur alleinigen Nutzung
  • modern eingerichtete 8 Mehrbett- und 3 Doppelzimmer, 6 Pflegebetten
  • großzügiger Essraum mit angegliederter Selbstverpfleger-Küche
  • auf Wunsch: warmes Mittagessen, ggf. auch Frühstück und Abendessen
  • attraktives Freigelände mit großem Spielplatz, Grillmöglichkeit und Wassergraben
  • 130 qm großer Aufenthalts- und Aktionsraum
  • Spiele-Sammlung und kleine Bibliothek
  • Fahrrad-Ausleihe direkt vor Ort
  • Waschmaschine und Trockner
  • Tipps- und Infos zur Freizeitgestaltung, z.B. Ausflug zur Hardtburg, zur Steinbachtalsperre, nach Bad Münstereifel oder zum "monte mare"



Preise für Schulklassen

60 € pro Person bei dreitägigem Aufenthalt,

80 € pro Person bei viertägigem Aufenthalt,

105 € pro Person bei fünftägigem Aufenthalt.

Darin beinhaltet sind Unterkunft, Bettwäsche und Programm.

Für zusätzliche 4,50 € pro Person und Tag kann ein Mittagessen gebucht werden; Frühstück bzw. Abendessen je 2,75 €.

Wir beraten Sie gern!


Preise für andere Gruppen auf Anfrage.

Infos zur Buchung

Öffnungszeiten

Dienstag - Freitag:
10 - 17 Uhr

Samstag und Sonntag:
11 - 18 Uhr

Montag geschlossen


Fabrik nur mit Führung zu besichtigen
Weitere Infos


LVR-Industriemuseum
Tuchfabrik Müller
Carl-Koenen-Straße
53881 Euskirchen



Veranstaltungen

Infos und Buchungen

kulturinfo rheinland

Tel. 02234 9921555 (Mo – Fr 8 – 18 Uhr; Sa, So und an Feiertagen 10 – 15 Uhr)

Fax 02234 9921300

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